Vereinsgeschichte

Der Tag der Gründung

Sonntag, o5. Juni 1994, Nebenzimmer des Gasthauses „Zum Wiesengrund“ in Rappweiler, 18.12 Uhr: Alle Anwesenden heben die Hand auf die Frage, wer der gerade vorgestellten Satzung des Tischtennisvereins Rappweiler-Zwalbach zustimme. Ein neuer Verein, dessen Mitglieder bereits jahrelang Tischtennis als Hobby oder als Mannschaftssportart betreiben, ist gegründet.

Ein junger Verein mit mittelalterlicher Geschichte

Ein grüner Tisch im Keller des Kindergartens Rappweiler-Zwalbach hat die jungen Messdiener angezogen, wenn sie nach den Gruppenstunden noch ein bisschen „plätschen“ durften. Kein Gedanke an Topspin! Das kleine Bällchen musste erst einmal über das viel zu hohe Netz. Aber Spaß machte es unheimlich. Diese Tischtennisplatte hatte der heute nicht mehr in unserem Dorf existierende Kolpingverein in den sechziger Jahren im Kindergarten aufgestellt.

Weil ein freier Zugang zu diesem Spielraum nicht möglich war, entschlossen sich einige Jugendliche am Ende der sechziger Jahre, auf eigenen, oft selbst aus Spanplatten zugeschnittenen Tischtennisplatten zu üben. Ein Netz war oft nicht vorhanden, ein Brett diente als Ersatz.

Nach einiger Zeit entschied man sich dafür, eine Mannschaft zu gründen. Doch mit den daraus folgenden spieltechnischen Fortschritten stiegen die räumlichen Ansprüche. Im Saal des ehemaligen Gasthauses Eisenbarth (heute Dorfkrug) fand man einen geeigneten Trainingsraum, der auch ausgiebig genutzt wurde, zumal sich noch sechs Personen zu der kleinen Gruppe hinzugesellt hatten. Das erste Spiel einer Mannschaft des heutigen TTV fand 1971 in diesem Saal gegen die Tischtennisfreunde aus Lockweiler statt. Dass sogar ein Sieg erzielt wurde, sei am Rande erwähnt.

Die Abteilung Tischtennis des SV Rappweiler-Zwalbach

Da einige Tischtennisspieler gleichzeitig im Sportverein Fußball spielten, lag der Entschluss nahe, sich als Abteilung Tischtennis dem Sportverein „Viktoria“ Rappweiler- Zwalbach anzuschließen. Die Mitgliederversammlung des Sportvereins entschied sich im Januar 1971 für diese Angliederung. Die ersten Verbandsspiele im STTB fanden im September 1971 in einem leerstehenden Klassenraum der Schule statt. Hier waren die Bedingungen alles andere als gut: In der ersten Spielrunde wurde nur an einer Platte gespielt, so dass manche Begegnungen bis kurz nach Mitternacht dauerten. Außerdem rutschten die Spieler auf dem glatten Parkettboden ständig aus. Schließlich rollte man im Flur der Schule eine Gummifolie aus und stellte einen zweiten Spieltisch auf.

In der zweiten Saison 1972/73 erreichte die neu gegründete Jugendmannschaft mit den Spielern Wolfgang Klaus, Joachim Hübschen, Herbert Thome und Rudi Rosar auf Anhieb die Meisterschaft und stieg in die B-Klasse auf.